Ein Eulenkind blickt aus dem Gemälde, betitelt: „Eine Eule reist nach Athen“. Das Sprichwort „Eulen nach Athen tragen“ nennt so etwas überflüssig.
Doch das Kind trägt keine Ware, sondern seinen Anfang. Es reist nicht, um Weisheit zu bringen, sondern um zu prüfen, was Weisheit heißt. Vielleicht ist Athen nicht der Ort des Wissens, sondern der Ort, an dem man merkt: Überfluss macht ebenso blind wie Mangel. Das scheinbar Unnötige wird notwendig, sobald es um Werden geht und nicht um Besitz.

Eins von meinen selbst gemalten Bildern: eine gemalte Eule. Kurz gesagt: ein Eulenkind mit intensivem Blick. Dabei expressionistisch gemalt in rot, weiß und blau (Acryl, 2018)

Update, SH 01.2026




2 Antworten zu „Eine Eule reist nach Athen“
Sehr schönes Bild
Dank Dir, Janis!